Büdnerei Lehsten

Seit Jahren ist die Büdnerei Lehsten ein bekannter Kulturort in der Region. Im Innenhof finden im Sommer Kulturveranstaltungen, Feste und Hochzeiten statt. „Wir haben uns praktisch in ein gemachtes Bett gesetzt“, sagt Johanna Bantzer und spricht auf die Jazzkonzerte an, die die Vorbesitzer hier bereits seit Jahren veranstaltet sowie die Ferien- und Gästewohnungen, die sie hier eingerichtet haben. In diese Fußstapfen ist die Schauspielerin zusammen mit drei anderen Theaterfreunden getreten. 2018 haben sie die Büdnerei übernommen und beleben diese weiterhin kulturell. Lesungen, Konzerte und Theateraufführungen veranstalten sie im kleinen Theatersaal. Hochzeiten finden auf dem Gelände statt. Das Gästehaus wird für Team-Events gebucht.

„Zu Anfang haben wir hier ganz viel selbst gemacht, bei Festen auch schon mal gekellnert, an der Bar geholfen, gekocht. Mittlerweile versuchen wir, uns da wieder etwas zurückzunehmen.“ Seit Ostern 2022 gibt es Pächter für das kleine Restaurant, das nun „Büdneria“ heißt und in dem regionale Speisen serviert werden. Drei Angestellte helfen im Garten und in der Werkstatt, bei der Verwaltung der Ferienwohnungen und in der Buchhaltung. „Durch das touristische Angebot erlauben wir uns die Freiheit, hier Künstler zu beherbergen, einen Workspace für Theaterleute, Drehbuchautoren, Schauspieler zu schaffen, Proben in einem besonderen Umfeld zu ermöglichen.“ All das entsteht durch das große Netzwerk der vier. So sind in Lehsten auch schon kleine Filme für die Berliner Volksbühne gedreht worden, die später dort gezeigt wurden.

Ein Selbstläufer ist die Bespielung des Geländes jedoch nicht. Zwar gäbe es genügend Inhalte mit der ihr eigens dafür gegründeter Verein „Kultur-Kolchose Lehsten“ für Programm sorgt, aber die Gäste kämen nicht automatisch. Es sei viel los in der Region, mit vielen fantastischen Angeboten. Da bestehe die Herausforderung vor allem darin, die Nische zu finden und das eigene Profil nach außen zu schärfen. „Die Künstlerinnen und Künstler sollen gerne nach MV kommen und der Region etwas dalassen. Eine Ausgewogenheit darin zu finden, dass beide Seiten profitieren von dem Austausch, das wäre unser Ziel.“

Besonders wichtig sei die Vernetzung. Mit der „Lehstener Kultur-Alternative“, dem zweiten Kulturverein im Ort, funktioniere das sehr gut. Man unterstütze sich gegenseitig, die Zusammenarbeit sei toll. „Das ist ein großes Glück“, sagt Johanna Bantzer. Sie ist davon überzeugt, dass sie sich bei den Einheimischen besondere Mühe geben müssen. Und so versuchen sie als Neubürger hier nun auch in allen Bereichen Fuß zu fassen: Die Eier gibt’s vom Nachbarn, der Klempner kommt aus dem Ort, Oster- und Weihnachtsmärkte werden vor allem für die Menschen aus der Region organisiert.

Aber was treibt nun vier Theaterleute aus der Großstadt nach MV? Eine kleine Verbindung gibt es da, wenngleich diese eher zufällig ist: Die Familie von Theaterregisseur Alexander Eisenach, einer der Vier im Bunde, kommt ursprünglich aus Neubrandenburg. Zusammen mit den drei anderen bringt er nun die große Theaterwelt ein Stück weit auch ins beschauliche Mecklenburg, nach Lehsten mitten im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

Mehr lesen über die Büdnerei Lehsten in Ausgabe 3 des VielSehn-Magazins (https://www.vielsehn.de/).

Kontakt:

Büdnerei Lehsten
Friedrich-Griese-Straße 31, 17219 Lehsten (OT Möllenhagen)
Tel.: 039928 5639 (Di – Fr 10 – 12 Uhr)
Mail:  kontakt@buednerei-lehsten.de
www.buednerei-lehsten.de

Gastronomie „Büdneria“, Tel.: 01579 2502 868 (Anruf nur über Whats app)
Öffnungszeiten: Fr. und Sa. ab 17:00h, So. ab 15:00h

Kultur.schule Malchin

Kulturschule

Raumgreifend ist diekultur.schule in Malchin in zweierlei Hinsicht: Sie lädt Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus der Mecklenburgischen Schweiz ein, zieht sich nicht in die lokale Ecke Malchins zurück. Und sie sagt in etwa: „Die Menschen müssen an die frische Kulturluft“. An die Luft der gesamten Kultur!

In der Oberstadt von Malchin – in der Nähe vom Zachow – bündelt sich die Kultur in Form von verschiedensten Angeboten. Initiiert von der Regionalmusikschule Malchin findet Kunst, Literatur, Schauspiel, Musikbindet aber auch Kulturpartner zusammen: die Kunstkapelle Remplin und die Kunsthalle in Karnitz zum Beispiel und ermöglicht Verbindungen und Bindungen untereinander durch Coworking Möglichkeiten und die freizügige Bereitstellung der räumlichen und technischen Infrastruktur für denkbar alle soziokulturellen Initiativen in der Region. Über allem schwebt das Versprechen: hier findet ihr Empathie und Qualität, hier erlebt mensch seine eigenen künstlerischen Übungen mit Lust. Und dann ist noch ein subversiver Gedanke im Spiel: Wenn sich die Region als Kulturlandschaft beschreibt, dann reichen ihr die topografischen Namen von alten Orten und Kulturdenkmälern nicht.

Luftaufnahme des Picknick-Konzerts der Kultur.schule im Sommer

Die Kulturlandschaft soll leben. Und das ist heute mit den Events und den Schülerinnen und Schülern, die mit der künstlerischen Kreativität und den kulturellen Gestaltungsfähigkeiten auch Zukunftsbilder entwerfen können.

03994-223232
www.kultur.schule
info@kultur.schule
www.instagram.com/kultur.schule

Adresse: Warener Str. 2a, 17139 Malchin, Deutschland

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