MITTELMEERMONOLOGE

Nach der viel beachteten Aufführung der „NSU-Monologe“ im März 2023 in Rostock hat eine Gruppe von fünf Rostocker Institutionen sich zusammengeschlossen, um ein knappes Jahr später die Aufführung der „Klimamonologe“ und der „Mittelmeermonologe“ in der Hanse- und Universitätsstadt zu ermöglichen. Beide finden nun am 31.1.2024 in der BÜHNE 602 statt – die „Klimamonologe“ als bereits ausverkaufte Vorstellung vor fast 120 Rostocker Schülerinnen und Schülern, die „Mittelmeermonologe“ als Abendveranstaltung, für die ab sofort Karten reserviert werden können. „Gerade angesichts der aktuellen Diskussionen um eine Verschärfung der deutschen Asylpolitik war es uns ein Bedürfnis, so eine Möglichkeit der emotionalen Auseinandersetzung mit dem Thema zu bieten“, betont Daniel Nitsch von der Rostocker „Initiative Kommt Zusammen“: „Jede Debatte, die sich nicht vergegenwärtigt, dass in den Schlauchbooten über das Mittelmeer Menschen sitzen, die große Strapazen und enorme Risiken auf sich nehmen, um in einem anderen Land neu anzufangen, ist unehrlich und schon deshalb unangemessen.“
Genau auf diese individuellen Schicksale richten die „Mittelmeermonologe“ ihren Blick: Zu Wort kommen darin unter anderem Naemi aus Kamerun und Yassin aus Libyen. Auf ihrer Flucht nach Europa kommen sie mit der „Küstenwache“, problematischen Seenotrettungsstellen in Kontakt, aber auch mit Aktivist:innen, die mit hohem persönlichen Einsatz gegen das Sterben auf dem Mittelmeer ankämpfen. Für die Schilderung von Fluchterlebnissen aus der Sicht von Betroffenen und Aktivist:innen hat „Mittelmeer-Monologe“ Autor Michael Ruf mehrstündige Interviews geführt. Aus diesen wurde das entwickelt, was er als „dokumentarisches, wortgetreues Theater“ bezeichnet und was die Zuschauer:innen demnach mit realen Fällen der Seenotrettung in Berührung bringt. Er und sein die Aufführungen in ganz Deutschland organisierendes Team der gemeinnützigen „Wort und Herzschlag guG“ teilen die Kritik an der menschenverachtenden Abschottungspolitik der EU: „Bei all diesen politischen Fragen geht es um Söhne und Töchter, um Väter und Mütter, die die Überfahrt nach Europa schaffen – oder eben den Tod finden. Es geht um nichts weniger als Leben und Tod. Und es geht um den Charakter unserer Gesellschaft: ob es in unserer Gesellschaft einen Konsens darüber gibt, dass alle Menschen vor dem Ertrinken gerettet werden sollten! Und diese Geschichten enden nicht nach der Ankunft in Südeuropa. Viele Menschen finden den Weg weiter nach Deutschland. Dort stellt sich die Frage nach einer wirkungsvollen Integration dieser Neuankömmlinge und einer anderen Flüchtlings- und Grenzpolitik.“
Als Autor und Regisseur der Asyl-Monologe, Asyl-Dialoge, NSU-Monologe und Mittelmeer-Monologe und als Gründer und Leiter hat Michael Ruf von 2008 bis 2019 das Projekt „Bühne für Menschenrechte“ aufgebaut und 2019 die gemeinnützige UG „Wort und Herzschlag“ gegründet. Zentrales Element seiner „Monologe“-Stücke ist ein bundesweites Netzwerk von inzwischen fast 600 Schauspieler:innen und Musiker:innen sowie seine künstlerische Handschrift des wortgetreuen Theaters.
Die Rostocker Veranstaltung wird von der „Wort und Herzschlag guG“ gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung MV, der Initiative Kommt Zusammen, dem Verein Palette Rostock e.V., der Compagnie de Comédie und der Zeitschrift „Stadtgespräche“ organisiert.

ZUSATZ: Weiterführende Stellungnahme der „Wort und Herzschlag gUG“ über das Stück „Die Mittelmeermonologe“
Rassistische Diskurse und Mobilisierungen haben sich in den letzten Jahren meist auf die Geflüchteten-Frage fokussiert. Dabei wurde das Mittelmeer zuletzt zum Fokalpunkt gesellschaftlicher Auseinandersetzungen: Die gesellschaftliche Thematisierung von Migration verläuft sehr häufig anhand der Fragestellung, wie mit Flüchtlingen umzugehen sei, die versuchen, über das Mittelmeer nach Europa zu kommen. Menschen sterben als direkte Folge der europäischen Migrationspolitik. Unterschiedlichste restriktive Maßnahmen zur Abschottung der EU bilden das europäische Grenzregime. Menschen fliehen vor Zerstörung der Lebensgrundlagen durch Kriege, unfaire Wirtschaftspolitik und Handelsbedingungen. Sie fliehen vor rassistischer oder sexistischer Diskriminierung. Der Versuch, Migrationsbewegungen zu kontrollieren, führt zu Menschenhandel, Vergewaltigungen, Zwangsarbeit, Folter und Tod. Während das Mittelmeer in den letzten Jahren immer mehr zum Massengrab wurde, begannen mehrere zivilgesellschaftliche Akteure mit der Seenotrettung von Flüchtenden. NGOs wie Sea-Watch leisten Nothilfe, fordern und forcieren die Rettung durch die eigentlich zuständigen europäischen Institutionen. Das Watch the Med Alarmphone wurde von Aktivist:innen in Europa und Afrika ins Leben gerufen. Das Projekt startete ein selbstorganisiertes Call-Center für Flüchtende, die in Seenot geraten. Die relevanten Küstenwachen werden vom Alarmphone informiert und, wenn notwendig, Druck aufgebaut, um eine Rettung zu initiieren. Auch baut das Alarmphone Druck auf Frachtschiffe, Tanker und an der ein der Nähe sich befindende Schiffe auf, und fordert zur Unterstützung bei der Rettung auf.

Information zu den Ticketpreisen
Ticketkategorie 1 – Standardticket: 5 EUR
Hierbei handelt es sich um einen einheitlichen Preis, d.h er gilt ohne Ermäßigungen.

Ticketkategorie 2 – Soliticket 10: 10 EUR
Mit dem Kauf dieses Solitickets ermöglichen Sie einer Person, die sich den Theaterbesuch sonst nicht leisten könnte, den Besuch der “Mittelmeer Monologe“. Ihr eigenes Ticket erhalten Sie wie gewohnt. Die Weitergabe des Solibeitrags erfolgt anonymisiert. Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung!

Ticketkategorie 3 – Soliticket 20: 20 EUR
Mit dem Kauf eines Solitickets für den erhöhten Preis von 20 Euro ermöglichen drei Personen, die sich den Theaterbesuch sonst nicht leisten könnten, den Besuch der “Mittelmeer Monologe“. Die Weitergabe des Solibeitrags erfolgt anonymisiert.

Nachhaltiger Tourismus in der Tourismusregion und Wochenmarkt 

Gäste kommen zunehmend mit der Erwartung, nachhaltige Urlaubsangebote zu finden. Das bezieht sich auf die Unterkunft, das Essen aber auch auf Erlebnisse (Kultur- und Erlebnisreisen, Events, Ausstellungen). Und das nicht nur an einzelnen Orten, sondern abgestimmt in der ganzen Region.

Moderation: Dr. Borner

Input:  Machur /Sebastian Stahl (Deutsche Marktgilde)

Grüne Stadt und Klimaanpassung

Bei hohen Hitzewellen braucht es zur Kühlung „grün“ in der Stadt, z.T. auch Wasser. Gleichzeitig ist Gestaltung und Pflege der bestehenden grünen Bereiche (Parks, Gärten, Friedhöfe) zu verändern, um sie zu erhalten.

Moderation: N.N.

Julius Pätzold

Energiesicherheit für den Einzelnen, für die Region

Thema 4 Energiesicherheit – für den Einzelnen, für die Region am 2.2.2024

Energiesicherheit ist ganz sicher eine Zukunftsfrage. Sie betrifft Entscheidungen, welche Energieträger genutzt werden, in welcher Weise (einzeln oder kollektiv), wie Verbrauch verringert werden kann. Damit werden sich auch Lebensweisen ändern.

Geleitet durch: Philipp Greer (Leka)

Digitale Stadt – digitales Dorf

Thema 3 Digitale Stadt – digitales Dorf. Wie man digitale Instrumente ganz handgreiflich für das Leben in der Region und für Veränderungen nutzen kann – ein Beispiel aus Höxter (NRW) – am 29.1.2024

Hier wird vorgestellt, wie sich über einen Zeitraum von 6 Jahren in 30 Dörfern um Höxter herum kommunale Nah-Versorgungspraktiken, Gesundheitsvorsorge, Nachbarschaftshilfe u.a. durch ehrenamtliche Anwendung digitaler Hilfsmittel deutlich verbessert haben. Interessant ist der jeweilige Werdegang, die Störungen und die hilfreichen Bedingungen. Was heißt das für uns?

Geleitet durch: Heidrun Wuttke / Dr. Andreas Knoblauch-Flach

Gemeinsam die Stadt beleben

Die Veranstaltung zielt am Beispiel von Bützow auf die Frage:

Wie und durch wen dauerhafte Projekte initiiert werden können und was es braucht, damit diese wirksam und stabil sind. Das Wie und durch Wen und was es braucht wird an Beispielen der Stadt Bützow vorgestellt und erzählt, wer in Bützow wie welches erfolgreiche Projekt initiierte (z.B. wie entstand und funktioniert der Bürgerhaushalt, Markt/kulturelle Veranstaltungen etc.) In der Diskussion geht es darum, anhand von Projektideen für Malchin die passenden Antworten zum Wer und Wie zu finden.

Geleitet durch: Britta Freese / Dr. Borner

Herausforderungen und Erwartungen an die lebenswerte Stadt Malchin

Thema 1 Wie leben in Malchin und den umliegenden Dörfern? Herausforderungen und Erwartungen an die lebenswerte Stadt (Themen)

Was macht Malchin aus? Welche Dienstleistungen durch Verwaltung, Handel, Gastronomie, Kultur, Bildung werden erwartet? Wie leben in der Stadt? Welche Besonderheiten und Höhepunkte werden gebraucht? Wie läuft es vor Ort in den Dörfern?

Die Eröffnungsveranstaltung am 22.1.2024 (Dr. Borner/Dr. Schuldt) wird sich a) um den Zweck des Vorhabens (also was bedeutet es gemeinsame Projekte zu entwickeln) und b) um das breite Spektrum der Erwartungen der Teilnehmer an eine zukunftsfähige Stadt/Region drehen.

Der Einstieg durch Dr. Schuldt zielt auf die beispielhaften Darstellungen von Möglichkeiten kollektiver Veränderungsprojekte. Die Diskussion soll das Spektrum der unterschiedlichen Vorstellungen und Erwartungen abbilden und erste Ideen erfassen bzw. laufende oder geplante Vorhaben für weitere Beteiligungen öffnen.

Nachhaltiger Tourismus in der Tourismusregion und Wochenmarkt

Gäste kommen zunehmend mit der Erwartung, nachhaltige Urlaubsangebote zu finden. Das bezieht sich auf die Unterkunft, das Essen aber auch auf Erlebnisse (Kultur- und Erlebnisreisen, Events, Ausstellungen). Und das nicht nur an einzelnen Orten, sondern abgestimmt in der ganzen Region.

Moderation: Dr. Borner

Input:  Machur /Sebastian Stahl (Deutsche Marktgilde)

Grüne Stadt und Klimaanpassung

Bei hohen Hitzewellen braucht es zur Kühlung „grün“ in der Stadt, z.T. auch Wasser. Gleichzeitig ist Gestaltung und Pflege der bestehenden grünen Bereiche (Parks, Gärten, Friedhöfe) zu verändern, um sie zu erhalten.

Moderation: N.N.

Experte: Julius Pätzold

Energiesicherheit – für den Einzelnen, für die Region

Energiesicherheit ist ganz sicher eine Zukunftsfrage. Sie betrifft Entscheidungen, welche Energieträger genutzt werden, in welcher Weise (einzeln oder kollektiv), wie Verbrauch verringert werden kann. Damit werden sich auch Lebensweisen ändern.

Geleitet durch: Philipp Greer  (Leka)