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Ein Radio für Malchin

Ein Radio für Malchin

Seit 20 Jahren ist Malchin on air. Und von Anfang an dabei ist Jan Tessin. Der leidenschaftliche Country-Musiker hatte damals die Idee, einen eigenen Radiosender für die Stadt am Kummerower See zu gründen. Ganz so einfach war das zwar nicht, aber am Ball ist Jan Tessin immer geblieben – und hat es geschafft. Malchin wurde zum Außenstudio des NB-Radiotreffs, einem offenen Hörfunkkanal der Landesmedienanstalt MV. Im Gebäude der alten Stadtmühle, in dem auch Museum und Stadtarchiv untergebracht sind, hat das Studio seit jeher seinen Platz. Die Dielen knarzen, das Haus ist alt. Trotzdem verbirgt sich hier ein moderner Sendeplatz, an dem regelmäßig produziert wird. Seit 2008 hat das Studio auch eine eigene Radiofrequenz: Unter 98,7 kann man die Sendungen in Malchin und Umgebung hören. In den Jahren davor war Tessin erfinderisch, hat CDs mit den Radioinhalten gebrannt und sie dann zum Senden nach Neubrandenburg geschickt. Aktuell gibt es sechs verschiedene Sendeangebote aus der Region, gestaltet von Bürgerinnen und Bürgern, darunter zwei Musiksendungen, eine christliche und eine niederdeutsche Sendung. Auch der T30-Podcast mit dem Demminer Bürgermeister wird über die Frequenz gesendet.

Aber nicht nur Erwachsene, vor allem auch Kinder und Schüler dürfen mit Jan Tessin medientechnisch aktiv werden. Schon mit den Kleinsten im Kindergarten gibt es Projekte, dazu kommen die Schulen, mit denen es Kooperationen gibt. Als Mediatop ist der Ort ein Medienkompetenzzentrum der Medienanstalt MV. In der ganzen Region ist Jan Tessin dafür unterwegs, unterstützt Schulen bei Medienprojekten, bietet AGs im Kinder- und Jugendtreff an. So entstehen z. B. Kita-Trailer zu Halloween, eine Radioandacht zu Erntedank oder Teilnehmerbeiträge für den Landesmedienpreis. Mit der Malchiner Siegfried-Marcus-Schule gibt es ein Projekt der 5.- bis 10. Klassen zur Spurensuche nach der Stadtgeschichte. Die Themenpalette ist vielfältig und richtet sich stark nach den Wünschen und Ideen der Menschen vor Ort. Mit seiner lockeren und unkomplizierten Art kommt Jan Tessin an, hat einen Draht zu den Kids, die wohl schätzen, dass er kein Lehrer ist, eher ein Kumpeltyp. Aber auch der hat Ansprüche an seine Arbeit. „In den neuen Medien sind die Schüler fit, da machen wir ihnen nichts vor. Aber was die klassischen Elemente angeht, sozusagen das Fundament der Mediennutzung, das fehlt bei vielen.“

Und so sind es vor allem Dinge wie Recherchetechniken, die Nutzung des Internets z. B. bei der Suche nach Kontakten zum Bürgermeister, und eben die Erstellung von Radiobeiträgen, inklusive Planung, Umsetzung und Verbreitung, die für Jan Tessin seit 20 Jahren den Alltag bestimmen. Wenn es nach dem 47-Jährigen geht, kann es auch die nächsten 20 Jahre so weitergehen. Dass er für diese Arbeit brennt, muss er nicht erklären – man merkt es sofort.

Foto & Text: Manuela Heberer

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