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Atelierhaus Günter Kaden & Sabine Naumann

Atelierhaus
Kunst
Ausstellungen
Abseits vom Lärm der Zivilisation werden Kunstwerke erschaffen

Seit 50 Jahren lebt Bildhauer Günter Kaden in Wendischhagen bei Malchin. An seiner Seite die Malerin und Illustratorin Sabine Naumann. Beide haben hier ihren Kleinod gefunden, an dem sie abseits vom Lärm der Zivilisation ihre Kunstwerke erschaffen. 1971 kaufte der gebürtige Leipziger das alte Anwesen, das zuvor 30 Jahre lang leer gestanden hatte. Damals war er noch Student an der Burg Giebichenstein, der renommierten Hochschule für industrielle Formgestaltung in Halle an der Saale. Durch Einsätze als Erntehelfer, zu denen Studierende damals angehalten waren, lernte er das mecklenburgische Hinterland kennen. Dies hatte es ihm angetan: Mit dem Rad erkundete er es ausgiebiger in den Ferien, entdeckte das alte Bauernhaus in Wendischhagen bei Malchin, wurde Stadtflüchter. Mehrere Jahre sanierte er es, machte das Gelände überhaupt wieder urbar. Die alte Scheune war in einem so ruinösen Zustand, dass sie vollkommen neu aufgebaut werden musste.

Zur Wendezeit zog Sabine Naumann zu Kaden auf den Hof. Für die studierte Grafikerin gab es nie einen Plan B zur künstlerischen Arbeit. Schon als Kind hatte sie diese Leidenschaft, die die Eltern förderten. Nach der Wende habe sich für Sabine Naumann der Arbeitsschwerpunkt hin zu freien Arbeiten verschoben. Nur gelegentlich illustriert sie noch Bücher, eher gestaltet sie großflächige Wandbilder, etwa im Marstall von Ivenack, zeichnet kleinformatig mit Bleistift, Tusche und Mischtechniken, gestaltet Porzellan zusammen mit Porzellankünstlerin Kerstin Behrens. Auch Projekte mit Partner Günter Kaden hat sie über die Jahre zahlreich umgesetzt. Als eine seiner wohl aufwändigsten Arbeiten nennt der heute 82-Jährige den Dreimädchenbrunnen in Stralsund, den er 2003 fertiggestellt hat. Lebensgroße Figuren, die jedoch nicht in einem Guss hergestellt werden konnten, was die Arbeit noch herausfordernder machte. Zahlreiche andere Bronzefiguren folgten, etwa der Hexenbrunnen in Penzlin. Und Günter Kaden arbeitet noch immer. Für die kalte Jahreszeit hat er sich einen geschützten Arbeitsbereich neben der Scheune unter einer Markise hergerichtet. Dort bearbeitet er über Stunden, Tage und Wochen den Stein für seine Objekte. Die Arbeit mit dem Stein macht demütig. Voller Bewunderung spricht Sabine Naumann von dieser Vehemenz und Geduld.

Ein Besuch im Atelier ist nach vorheriger Absprache möglich. Termine aktueller Ausstellungen finden sich auf den Webseiten des Künstlerpaars.

Text: Manuela Heberer

Fotos: Georg Hundt/alles-mv Media

KONTAKT

An der Hufe 8
17139 -
Malchin
Öffnungszeiten

Ein Besuch im Atelier ist nach vorheriger Absprache möglich. Termine aktueller Ausstellungen finden sich auf den Webseiten des Künstlerpaars.

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